Funktionen von Begriffen
10 Texte
Re-Engineering the Concept of Understanding for AI
Mit Pierre Beckmann.
Argumentiert, dass der Begriff des Verstehens für künstliche Kognition neu zu konzipieren ist – empirisch informiert durch die Forschung zur mechanistischen Interpretierbarkeit und theoretisch geleitet durch ein Verständnis der Funktionen des Begriffs.
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Why We Care about Understanding: Competence through Predictive Compression
Mit Pierre Beckmann.
Entwirft eine einheitliche Theorie des Verstehens, indem die Funktion sowohl des Zustands als auch des Begriffs mittels Reverse Engineering rekonstruiert wird. Argumentiert, dass uns Verständnis wichtig ist, weil es robuste Kompetenz begründet. Unser Begriff des Verstehens hat sich als effizientes Proxy entwickelt, um diese schwer fassbare Eigenschaft zu verfolgen, sodass wir erkennen können, wem wir vertrauen und von wem wir lernen sollten. Das macht die Sozialität des Verstehens sichtbar und zeigt, wie sie den Charakter menschlichen Verstehens prägt. Verständnis ist das Ergebnis konvergierender Kräfte, die uns dazu drängen, die Welt mithilfe kognitiver Modelle vorherzusagen, die nicht nur akkurat, sondern auch hinreichend komprimiert sind, um gespeichert, demonstriert und weitergegeben werden zu können.
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Debunking Concepts
Midwest Studies in Philosophy 47 (1): 195–225. Auf Einladung. 2023. doi:10.5840/msp2023111347
Argumentiert, dass die Entlarvung von Begriffen über die Beurteilung ihrer epistemischen Vorzüge hinausgehen und auch eine moralische, soziale und politische Bewertung auf Grundlage ihrer gesellschaftlichen Funktionen und Wirkungen umfassen sollte.
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Function-Based Conceptual Engineering and the Authority Problem
Mind 131 (524): 1247–1278. 2022. doi:10.1093/mind/fzac028
Identifiziert ein zentrales Problem des Conceptual Engineering – das Problem, die Autorität von „konstruierten“ Begriffen zu begründen – und argumentiert, dass dieses Problem sich im Allgemeinen nicht durch den Verweis auf grössere Präzision, Konsistenz oder andere theoretische Tugenden lösen lässt. Eine Lösung erfordert, dass Conceptual Engineering eine funktionale Wende vollzieht und die Funktionen von Begriffen in den Blick nimmt. Das hilft zudem, Strawson’sche Sorgen über Themenwechsel zu entschärfen.
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The Essential Superficiality of the Voluntary and the Moralization of Psychology
Philosophical Studies 179 (5): 1591–1620. 2022. doi:10.1007/s11098-021-01720-2
Argumentiert, dass der Begriff des Freiwilligen ein wesentlich oberflächlicher Begriff ist, der wichtige Arbeit leistet, sofern wir nicht versuchen, ihn metaphysisch zu vertiefen, und dass Versuche einer solchen Vertiefung eine problematische Tendenz illustrieren, unser Verständnis des Geistes unter dem Druck moralischer Bestrebungen zu verbiegen.
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Tracing Concepts to Needs
The Philosopher 109 (3): 34—39. 2021. https://philpapers.org/archive/QUETCT.pdf
From Paradigm-Based Explanation to Pragmatic Genealogy
Mind 129 (515): 683–714. 2020. doi:10.1093/mind/fzy083
Warum sollten Philosophinnen und Philosophen, die sich für die Punkte oder Funktionen unserer begrifflichen Praktiken interessieren, sich mit genealogischen Erklärungen befassen, wenn sie sich auch direkt auf paradigmatische Beispiele der Praktiken konzentrieren können, die wir heute haben? Der Aufsatz nennt drei Gründe dafür, warum der genealogische Ansatz seine Berechtigung hat, und formuliert Kriterien dafür, wann er angezeigt ist.
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On Ordered Pluralism
Australasian Philosophical Review 3 (3): 305–11. 2019. doi:10.1080/24740500.2020.1859234
Ausgehend von der Debatte über das „Moral Justice Forgiveness“ und das „Gifted Forgiveness“ untersucht dieser Aufsatz kritisch Miranda Frickers Methode, pluralen Auffassungen einer Praxis eine Ordnung zu geben. Er argumentiert, dass die Auswahl eines Paradigmenfalls wie „Moral Justice Forgiveness“ nicht absolut ist, sondern davon abhängt, welchen funktionalen Aspekt der Praxis man erklären möchte.
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Revealing Social Functions through Pragmatic Genealogies
In Social Functions in Philosophy: Metaphysical, Normative, and Methodological Perspectives. Rebekka Hufendiek, Daniel James und Raphael Van Riel (Hrsg.), 200–218. London: Routledge. 2020. doi:10.4324/9780429435393
Der Aufsatz argumentiert, dass Naturzustandsnarrative, gelesen als dynamische Modelle statt als Geschichtsschreibung, sichtbar machen können, wie zentrale normative Praktiken kollektive Bedürfnisse nach Koordination, Konfliktbewältigung und Nicht-Dominierung erfüllen. Anknüpfend an Humes Genealogie der Gerechtigkeit, Williams’ Genealogie der Wahrhaftigkeit und verwandte Arbeiten zeigt er, wie Begriffe wie Eigentum, Wissen und testimoniale Gerechtigkeit soziale Kooperation und politische Legitimität tragen. Damit bietet er der Sozial- und politischen Philosophie eine Möglichkeit, sowohl die Persistenz von Ideen und Institutionen als auch die Gründe zu erklären, auf deren Grundlage sie kritisiert werden können.
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The Points of Concepts: Their Types, Tensions, and Connections
Canadian Journal of Philosophy 49 (8): 1122–1145. 2019. doi:10.1080/00455091.2019.1584940
Indem er vier Bedeutungen unterscheidet, in denen man sagen kann, dass Begriffe einen „point“ haben, löst dieser Aufsatz die Spannung zwischen dem Anspruch von Erklärungen, die beim Witz eines Begriffs ansetzen, informativ zu sein, und der – für Dummetts Sprachphilosophie, aber auch für die Literatur zu thick concepts zentralen – These, dass die Beherrschung von Begriffen bereits das Erfassen ihres „point“ voraussetzt.
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